Heidekönigin wirbt für die Region – im Mai zu Gast beim Ministerpräsidenten

Das letzte Drittel ihrer Amtszeit ist für Heidekönigin Anika Kuklinski angebrochen. Am 19. August endet mit dem Krönungssonntag im Rahmen der 69. Heideblütenfestwoche ihre einjährige Regentschaft. Bis es so weit ist, stehen für Anika Kusklinski noch zahlreiche Auftritte auf dem Programm. Fast jedes Wochenende ist sie unterwegs und repräsentiert den Heideblütenfestverein und die Region. „Sie macht das wirklich toll und hat weiterhin großen Spaß an ihren Auftritten und den vielfältigen Veranstaltungen“, sagt Heideblütenfestvereinsvorsitzender Hans-Jürgen Pyritz.
Königsball Betzendorf, Live-Kochduell bei Grätsch, Sternmarsch Dreiländereck sowie Marathonmesse in Hamburg. Das waren im April die Termine für die Heidekönigin. Bei der Messe in der Hansestadt warb sie nicht nur für die Heide, sondern auch für den 1. Lüneburger Heide-Staffellauf, der am 16. Juni quer durch die Naturparkregion verlaufen wird. Start und Ziel ist in Lüneburg.
Im Mai war das Programm mit Auftritten beim großen Festkonzert des Vereins Männerchor Amelinghausen, beim Rhododendronfest in Westerstede, dem Maibaumfest in Südergellersen oder dem Schützen- und Volksfest in Munster ebenfalls umfangreich. Einen großen Höhepunkt stellte für die Amelinghausener Majestät zudem das Treffen mit vielen anderen niedersächsischen Königinnen bei Ministerpräsident Stephan Weil in der Landeshauptstadt Hannover dar. Aber auch das dreitägige Rapsblütenfest auf Fehmarn Ende Mai war etwas besonderes.

 

 

Unsere Teams gewinnen überraschend bei Schießsportwoche

Mit einer faustdicken Überraschung endete die 16. Schießsportwoche des Schützenvereins Oldendorf/Luhe. Im Wettbewerb der Freizeit- und Firmenmannschaften holte die Mannschaft des Heideblütenfestvereins Amelinghausen II mit Michael Witte, Petra Hoja und Janine Brzezicha Platz eins (131 Ringe). Den großen Triumph des Vereins machte das Team I der ehemaligen Heideköniginnen mit Sophia Wischmann, Adriane Dahlke und Johanna Ehrlich. perfekt: Sie sicherten sich Rang zwei (127) und verwiesen die Mannschaft III von der Bäckerei Müller mit Monika Heidenreich, Adina Eggert und Petra Weiß auf Platz drei (126).

Abgerundet wurde der Erfolg des Heideblütenfestvereins durch ein herausragendes Ergebnis in der Einzelwertung der Damen: Mit Claudia Funke (46), Claudia Kremer (44), der amtierenden Heidekönigin Anika Kuklinski (43) und Petra Hoja (43) landeten gleich vier Starterinnen des Vereins auf den ersten vier Plätzen. Anika Kuklinski hatte erstmals überhaupt bei so einem Wettkampf geschossen. Bester männlicher Schütze war Lutz Anklam (Team „Der Tischler wars“). Er setzte sich aufgrund des besten Teilers vor Wolfgang Marten (Team „Rotwild“) und Lucas Kupfermann (Feuerwehr Rehlkingen II/alle 46) durch.

Pro Mannschaft traten drei Starter in der Disziplin Kleinkaliber-Auflage (50 Meter) an. Wie schwer ein Sieg bei der Schießsportwoche ist, zeigte die Platzierung des Titelverteidigers. Das 2017 siegreiche Team II vom Landgasthaus Tödter um Besitzer Thomas Rund, Reinhard Klatt und Marlies Köster landete diesmal nur auf Platz 43.

„Mit diesem Ergebnis hatte wohl keiner gerechnet“, sagte Marie-Luisa Ehrlich, Medienreferentin beim ausrichtenden SV Oldendorf/Luhe und ebenfalls ehemalige Heidekönigin. Sie freute sich riesig über diesen unerwarteten Erfolg. „Der Heideblütenfestverein war nach Platz drei 2015 und Rang zwei 2016 für seine Ex-Majestäten schon nah am Sieg dran gewesen, dass es jetzt gleich für zwei Teams bei der harten Konkurrenz für ganz vorn gereicht hat, ist natürlich super.“ Und auch mit dem gesamten Verlauf der mehrtägigen Veranstaltung und der Resonanz mit 68 teilnehmenden Teams bei den Freizeit- und Firmengruppen sowie 13 Mannschaften bei den befreundeten Schützenvereinen zeigte sich Marie Luisa Ehrlich sehr zufrieden. „Allen hat es wieder großen Spaß gemacht.“


 

 

Rege Teilnahme an der Hauptversammlung unseres Vereins

Eine rege Teilnahme gab es bei der Hauptversammlung des Heideblütenfestvereins Amelinghausen. Mehr als die Hälfte der knapp 100 Mitglieder waren im Gasthaus Fehlhaber anwesend. „Schön, dass ein so großes Interesse an unserem Verein, unserer Arbeit und am Heideblütenfest besteht“, sagte der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Pyritz.
Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Rückblick auf die vergangene 68. Heideblütenfestwoche und der Bericht von Kassenwart Michael Witte. Grund: Das schlechte Wetter, vor allem an den beiden Publikumsstarken Tagen der Festwoche – „Der See brennt“ zum Auftakt sowie die Krönung am Kronsberg samt Umzug durch den Ort – sorgte für so wenig Besucher beim Heideblütenfest wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Folge: Ein tiefes Loch in die Kasse des Vereins.  

Die Einnahmen aus den beiden Haupttagen sanken von etwa 36 500 Euro aus dem Vorjahr um circa 14 100 Euro auf rund 22 400 Euro. „Das hat uns natürlich sehr weh getan, denn gerade die Einnahmen vom Auftakt am Lopausee tragen uns finanziell durch die Woche“, sagte Pyritz. Er hob aber zugleich die „tolle Solidarität“ der anwesenden Zuschauer hervor: „Obwohl es am See eine einzige Schlammschlacht war, hatten wir noch mehr als 2500 Besucher. Ohne diese Unterstützung wäre es finanziell noch schlimmer gekommen.“ Das entstandene Minus in der Gesamtbilanz wurde durch die Rücklage des Vereins aufgefangen. Der Kassenbestand reduzierte sich danach aber von etwa 32 000 Euro auf zirka 12 000 Euro.

Der Kassenbericht machte auch wieder die finanziellen Dimensionen deutlich, die der Verein alljährlich zu bewältigen hat. Mehr als 50 000 Euro kostete 2017 die Ausrichtung der gesamten neuntägigen Heideblütenfestwoche. Hans-Jürgen Pyritz machte deutlich, dass vor allem die zahlreichen Spenden und Zuwendungen für das Amelinghausener Heideblütenfest – 2017 rund 17 300 Euro – unverzichtbar seien, zumal der Heideblütenfestverein für seine Mitglieder keine Beiträge erhebt. „Die ehrenamtlich geleistete Arbeit über viele Monate im Jahr bei der Ausrichtung des Festes ist Beitrag genug“, sagte Pyritz.

Beschlossen wurde von der Versammlung einmütig trotz des Minus in der Bilanz die traditionelle Ausschüttung an die beim Heideblütenfest mitwirkenden Vereine, Verbände und Feuerwehren aus der Samtgemeinde in Höhe von insgesamt knapp 2500 Euro. „Ohne diese verlässliche und intensive Unterstützung könnten wir als ehrenamtlich geführter Verein das Heideblütenfest für unsere Einwohner und Gäste in dieser Form nicht mehr ausrichten“, sagte Pyritz.

Zügig verlief der Punkt Wahlen. Christian Kremer wurde als 2. Vorsitzender einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Franziska Kompalka ist neue Kassenprüferin neben Lara-Sophie Wedekind und ersetzt Sabine Prange.

Für die Heideblütenfestwoche 2018 vom 11. bis 19. August haben die umfangreichen Vorbereitungen bereits begonnen. Das Programm steht weitestgehend. Rund 25 Veranstaltungen warten auf die Besucher. Für den Auftakt „Der See brennt“ wird es aber eine gravierende Änderung geben. „Wir werden in diesem Jahr auf die leuchtenden Fontänen der Wasserorgel der Freiwilligen Feuerwehr Soltau verzichten“, sagte die Programmausschussvorsitzende Marie-Luisa Ehrlich. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir waren mit einigen Dingen im Ablauf beim Auf- und Abbau, bei den Kosten und bei der Musikauswahl nicht mehr zufrieden.“ Kritik habe es auch von Besuchern gegeben. „Jetzt probieren wir etwas Neues aus“, sagte Marie-Luisa Ehrlich. Nunmehr wird es eine spektakuläre Lasershow auf dem Gewässer geben. Musikalischer Haupt-Act auf der schwimmenden Seebühne wird die 6-köpfige Band Showdown aus Hamburg sein. Krönender Abschluss zum Auftakt am Lopausee bleibt das Höhen-Brillant-Feuerwerk.

 

 

Treffen mit dem Ministerpräsidenten und Ehrengast beim Niedersachsenabend

Januar und Februar sind traditionell die beiden Monate, in denen die amtierende Amelinghausener Heidekönigin einen wahren Veranstaltungs-Marathon und eine intensive Werbetour für die Region Lüneburger Heide absolviert. Und so war und ist Anika Kuklinski nahezu jedes Wochenende im Einsatz. „Mir macht es großen Spaß, und es ist sehr schön, überall willkommen zu sein“, sagt die 23-Jährige.

Oldendorfer Königsschützenball, Amelinghausener Feuerwehrball, Auftritt bei den Heidefreunden Wellingsbüttel und als großer Höhepunkt der dreitägige Besuch bei der  Internationalen Grünen Woche in Berlin – Anika Kuklinski hat zuletzt viel erlebt. Vor allem die Messe in der Hauptstadt hat sie beeindruckt. „Mit so vielen Menschen ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, wie groß das Interesse an unserer Region und unserem Heideblütenfest ist, war unheimlich schön.“ Lachend fügte sie an: „Meine Füße wussten am Ende des Tages aber schon, was sie getan hatten.“

Mehr als zehn Stunden täglich war die Majestät bei der Messe unterwegs. Begleitet wurde sie dabei von Betreuerin Petra Hoja und vom Vereinsvorsitzenden Hans-Jürgen Pyritz. Ihren Platz hatte sie am Stand der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Königinnen in der Halle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Von dort aus informierte die Majestät in persönlichen Gesprächen, aber auch mit einer Foto- und Videoshow über Bildschirme sowie bei ihren Rundgängen durch die Messehallen die Besucher charmant und kompetent über die Lüneburger Heide und das Heideblütenfest. Dabei verteilte sie die mit Infomaterial gefüllten „Heideblütenfesttaschen“ an Interessierte. Heiß begehrt waren die neuen Heideblütenfestbroschüren, die über 500 Mal verteilt wurden, aber auch Autogrammkarten und Erinnerungsfotos mit der Majestät sowie die kleinen Queenie-Likör-Fläschchen und der Königinnen-Secco als Präsent.

„Ein besonderes Erlebnis mit tollen Gesprächen“ stellte für Anika Kuklinski auch der Niedersachsenabend mit knapp 3000 Gästen dar. Unter anderem hatte sie die Möglichkeit, kurz mit Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zu sprechen – inklusive eines gemeinsamen Erinnerungsfotos. Außerdem war die Königin auch bei anderen Messe-Veranstaltungen ein gern gesehener Ehrengast – zum Beispiel beim „Hessenabend“ mit 700 Teilnehmern.

 

 

Umbau der Festbühne am Kronsberg dank Fördergelder realisiert

Das Amelinghausener Heideblütenfest hat eine lange Tradition. 1949 wählten die Mitglieder des Männerchores Amelinghausen bei ihrem Sängerfest aus einer Laune heraus ein junges Mädchen zur Heidekönigin. Ein Jahr später wurde das erste offizielle Heideblütenfest gefeiert – diesmal mit einer feierlichen Zeremonie in der idyllischen Naturkulisse auf dem Kronsberg. Bis zum heutigen Tage findet die Krönung der neuen Majestät dort rund um die Festbühne statt.

Der bauliche Zustand der Festbühne allerdings hat dem Heideblütenfestverein bei der Durchführung der Krönungszeremonie mit seinem unterhaltsamen Show-, Musik- und Sportprogramm seit Jahren Probleme und Sorgen bereitet. „Im Verlaufe der Jahrzehnte ist der Untergrund unter den großen Gehwegplatten der Bühne abgesackt“, sagt der Vorsitzende Hans-Jürgen Pyritz. Zudem war laut Pyritz auch der Holzfußboden, der zur Krönung stets aufwändig über mehrere Stunden als Belag auf die Gehwegplatten von Bauhof-Mitarbeitern der Samtgemeinde gelegt worden ist, brüchig geworden. „Um eine Gefährdung unserer Mitwirkenden bei ihren Vorführungen zu verhindern, musste die Bühne jetzt erneuert werden.“

Um die Kosten von mehr als 12 000 Euro zu tragen, stellte der ehrenamtlich geführte Verein Förderanträge – mit Erfolg. Aus dem Strukturentwicklungsfonds des Landkreises Lüneburg erhielt der Verein 6000 Euro. Dazu kamen noch 3000 Euro von der Sparkassenstiftung Lüneburg. „Ohne diese große finanzielle Unterstützung wäre der Umbau der Bühne nicht möglich gewesen“, sagte Pyritz erfreut.  

Aber auch Mitglieder des Vereins packten kräftig mit an. So mussten die knapp 600 Gehwegplatten auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern mit einem Gewicht von jeweils rund 28 Kilogramm aufgenommen und zur Entsorgung auf Anhänger und Paletten gestapelt werden. „Insgesamt waren das mehr als 16 Tonnen Gewicht“, sagte Pyritz. Aufgrund der guten Witterung konnten bereits der Untergrund neu aufgebaut, die neuen rot-braunen Gehwegplatten verlegt und nahezu alle weiteren Arbeiten erledigt werden.

„Die Rest- und Feinarbeiten wie Rasen einsähen oder das Pflanzen von Sträuchern werden im Frühling vorgenommen“, sagt Pyritz. Doch damit nicht genug. Zusätzlich werden demnächst in einer weiteren Maßnahme Sitzgelegenheiten speziell für Senioren im Bereich der neu gestalteten Bühne geschaffen. Das Vorhaben wird finanziell unterstützt von der Benefiz-Gala „Amelinghausen hilft“.

 

 

Partner und Freunde

Der Heideblütenfestverein ist bei der Ausrichtung seines Festes unter anderem auf Spenden und Zuwendungen aus Wirtschaft, Rat und Verwaltung sowie Privatpersonen angewiesen. Wir erhalten große Unterstützung – vielen Dank dafür! Hier eine Übersicht unserer Partner und Freunde (Stand: 1. August 2017).

Vielen Dank für die Unterstützung!

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